10 Jahre Treffpunkt ROSA

ROSA, der Treffpunkt für Sexarbeitende in der Stadt Luzern, feiert 2016 sein 10-Jahrjubiläum. Just in diesem Jahr wurde er unter das Dach des Vereins LISA gestellt.


Der Treffpunkt ROSA bietet Sexarbeiterinnen einen geschützten Raum für den informellen Kontakt. Die Frauen treffen sich im Zentrum Barfüesser, erhalten ein Mittagessen und tauschen sich aus: über ihre Arbeit, ihre Familie, über ihre Situation in der Schweiz usw. Sie haben die Möglichkeit, aktuelle Schwierigkeiten auch mit Fachpersonal auszutauschen. Auf Wunsch erhalten sie vor Ort Beratung und Unterstützung. Die Aidshilfe Luzern und die Katholische Kirche Stadt Luzern schufen diese wöchentliche Kontaktmöglichkeit vor zehn Jahren. Heute hat ROSA eine starke Nachfrage.

 

Anfang 2016 zog sich die Aidshilfe vom Verein ROSA zurück. Die Katholische Kirche Stadt Luzern suchte eine neue Mitträgerin und fragte bei LISA, Luzerner Verein für die Interessen der Sexarbeitenden, nach. Der Verein LISA führt seit 2013 das Angebot hotspot im Ibachquartier Luzern. Es werden folgende Ziele verfolgt: Bestmögliche Rahmenbedingungen für die Sexarbeiterinnen.

 

Weshalb der Container im Ibachquartier und der Mittagstisch ROSA? Der Grund liegt bei den Arbeitsorten mit je unterschiedlichen Bedürfnissen der Sexarbeitenden. ROSA richtet sich an die Sexarbeitenden der Stadt Luzern. Diese arbeiten indoor, das heisst in Kontaktbars oder bei sich zuhause. LISA führt auf dem Strassenstrich im abgelegenen Ibach einen Container. Hier erhalten die Frauen einen Kaffee, Informationen und Gesprächsmöglichkeiten. Der Verein LISA gibt  den Frauen an ihren Arbeitsorten Support, damit sie sich im Fall von Missbrauch, Ausbeutung oder Gewalt usw. zur Wehr setzen können.